Entdecke die vielen Gesichter der Selbstsicherheit Teil 1

Selbstsicherheit ist die Basis für authentisches Leben

Wenn wir Selbstsicherheit entdecken – in unserem Leben, aber vor allem in uns selbst – finden wir heraus, dass wir angesichts der täglichen Herausforderungen viel entspannter sein können. Wir haben die Möglichkeit uns besser einzubringen, uns auszudrücken und uns authentisch zu zeigen.

Selbstsicherheit zeigt sich in vielen verschiedenen Qualitäten. Diese können nach innen gerichtet sein (das Gefühl von in sich ruhen, tiefes Vertrauen in die eigenen Impulse und der eigenen Intuition gegenüber), aber auch nach außen wirken (sich zum Beispiel ohne Scham zeigen, frei sprechen, in Gruppen die persönlichen Belange klar formulieren).

Wenn diese Selbstsicherheit da ist, hilft sie dir, „gut mir dir selbst zu sein“. Sie erhöht deine Selbstakzeptanz und das Wohlgefühl mit dir und für dich selbst – du fühlst dich vollständig und rund. Im Gegenzug bringt fehlende Selbstsicherheit viele emotionale Schieflagen mit sich und führt häufig zu psychologischen Schwierigkeiten mit sich und der Welt.

Spirituelle Sicht auf Selbstsicherheit

Unsicherheit – oder fehlende Selbstsicherheit – ist ein Thema für viele Menschen. Sie ist geradezu ein menschliches Basisthema. Aus spiritueller Sicht können wir sagen, dass die Trennung zwischen unserer Persönlichkeit (das heißt unseren Gedanken, Gefühlen, unserem Körper) und dem was „größer ist in uns“, eine häufige Ursache mangelnder Selbstsicherheit ist.

Solange wir ausschließlich mit unserer Person (das heißt unserem Ego und seinen Prägungen) identifiziert sind, haben wir keinen Zugang zu einer inneren Kraft, die über unser Ego hinausweist. In der Folge fühlen wir uns unvollständig und sind unsicher.
Ich vergleiche das gerne mit einem Flugzeug, das wir trotz des Ausfalls einiger Bordinstrumente sicher navigieren sollen. Uns fehlt die Fähigkeit, präsent im Hier und Jetzt zu sein, den Moment zu genießen und offen zu sein für all die tausend Geschenke, die das Leben für uns bereithält.

Häufiger Irrtum: Sicherheit lässt sich erarbeiten

Wenn wir uns mit dem Thema Selbstsicherheit oder Sicherheit im Allgemeinen beschäftigen, stoßen wir früher oder später auf einen weit verbreiteten, aber fundamentalen Irrtum: die Vorstellung, Sicherheit ließe sich erarbeiten.

Selbstverständlich ist es wichtig und erstrebenswert, sich weiterzuentwickeln, zu lernen, Ressourcen zu aktivieren – ja auch Disziplin an den Tag zu legen.

Problematisch wird es erst dann, wenn wir der Meinung sind, durch genügend lernen, konsumieren oder zwanghafte Weiterentwicklung könnten wir wahre Sicherheit oder Selbstsicherheit erlangen. Dann tappen wir in die Falle der permanenten Optimierung und hechten der vermeintlichen Sicherheit unentwegt hinterher.

Es ist eine Illusion zu glauben, du würdest dich endlich selbstsicher fühlen, sobald du nur schlanker wärst, mehr Geld hättest oder dich von Schönheitsmakeln befreien könntest. Warum? Weil du Selbstsicherheit nicht in deinem begrenzten Sein oder innerhalb der Schranken deiner Persönlichkeit findest.

Wahre Selbstsicherheit ist schon da: in dir!

Vielmehr verhält es sich so: es gibt nichts was wir leisten müssen, um zum wahren Kern der Selbstsicherheit vordringen zu können. Sie ist nämlich längst da: Jetzt in diesem Augenblick, als Teil von dir, ja sogar als du selbst. Sie wird nur noch nicht von dir wahrgenommen, anerkannt und gefühlt. Selbstsicherheit ist etwas, in dem wir ruhen können.

Sobald wir dieses originäre Gefühl der Selbstsicherheit bewusst wahrnehmen, wird aus dem „Müssen“ ein „Wollen“. Dann will ich eine Fertigkeit erwerben oder mich weiterentwickeln, muss es aber nicht, damit ich mich endlich sicher fühlen darf.

Facetten von Selbstsicherheit

Gerne möchte ich an dieser Stelle noch etwas näher auf eine Facette der Selbstsicherheit eingehen, nämlich den so genannten Yin-Anteil. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen den rezeptiven („Yin“) und aktiven („Yang“) Teilen der Selbstsicherheit.

YIN-Teil der Selbstsicherheit

Im Yin-Teil ruhen wir in uns selbst, sind innerlich einverstanden mit dem Setting oder der Konstellation, in der wir uns gerade befinden. Es gibt nichts zu leisten, nichts zu tun. Wir fühlen eine tiefe Berechtigung, ja eine Existenzberechtigung, sein zu dürfen – leben zu dürfen. Wenn du dies wieder bewusst fühlen lernst, nimmst du dir dein Lebensrecht und erhältst einen tiefen Zugang zu deinen eigenen Impulsen.
Gleichzeitig schärft sich deine intuitive Wahrnehmung für andere Menschen. Wenn wir uns regelmäßig mit unserer Yin-Seite verbinden, ruhen wir stärker in uns selbst und stellen weniger in Frage. Wir kommen in Kontakt mit unserem intuitiven Wissen – unserer inneren Stimme – und können es unmittelbar für uns nutzen. Der Yin-Anteil deiner Selbstsicherheit weiß in jedem Augenblick, was richtig ist.

Sind wir mit dem Yin-Anteil der Selbstsicherheit nicht richtig verbunden, hat das verschiedene Auswirkungen. Eine davon ist Rastlosigkeit, das immerwährende Warten auf Impulse von außen, ein innere Hab-Acht-Stellung. Wir werden zum Tier im Käfig.

Eine andere Folge ist das ständige Gefühl des schlechten Gewissens. Man möchte sich selbst nicht zumuten, ist eigentlich nicht „richtig da“. Das äußert sich unter anderem im Gefühl des „sich nicht zugehörig Fühlens“, der Tendenz am liebsten verschwinden zu wollen oder quälenden Schuldgefühlen.

Auch häufige Zweifel sind Kinder einer geringen Ausprägung des Yin-Anteils. Wir sind dann nicht in der Lage, unseren eigenen Impulsen zu vertrauen und zweifeln sie beständig an. Im Gegenzug brauchen wir viele Impulse von anderen Menschen, sind aber nicht in der Lage, deren Echtheit zu spüren. Es besteht die Gefahr, dass wir uns blenden lassen und abhängig sind von der Meinung anderer.

Sich für die Sicherheit im eigenen Inneren öffnen

Ich wünsche dir, dass es dir immer stärker gelingt, dich für die Sicherheit in deinem eigenen Innern zu öffnen, die schon da ist. Sie wartet bereits auf dich – unabhängig von deinen Gefühlen, deinem Körper oder äußeren Gegebenheiten. Als eine Arbeit Lebensgeschenk.

Im zweiten Teaching zum Thema Selbstsicherheit geht es dann um den aktiven Part, den Yang-Anteil. Ich freue mich, wenn du wieder dabei bist.

Noch mehr zum Thema …

Du möchtest den Yin-Anteil deiner Selbstsicherheit gerne stärken? Oder tiefer mit dir in Verbindung treten, um mehr Zugang zu deiner Intuition und deinen Impulsen zu erhalten? Dann meditiere mit mir, um die Basis echter Selbstsicherheit unmittelbar zu erfahren – und Selbstzweifel immer mehr hinter dir zu lassen.

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